Orientierungsstufe


 

Die Klassenstufen 5 und 6 der weiterführenden Schule bilden die so genannte „Orientierungsstufe“. Als pädagogische Einheit durchgeführt soll diese Phase dazu dienen, den unterrichteten SchülerInnen (und natürlich auch deren Eltern) eine Orientierung bezüglich der weiteren Schullaufbahn zu geben. Am Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) leitet Herr Girke diese Stufe.

 

Aufnahmebedingungen

Eine gute Voraussetzung für die Aufnahme in die Orientierungsstufe unseres Gymnasiums wäre eine entsprechende Gesprächs-Empfehlung, die die jeweilige Klassenleitung nach dem 1. Schulhalbjahr der 4. Grundschulklasse möglicherweise (!) auf der Basis des Entwicklungsberichts (eventuell auch eines Notenzeugnisses) ausspricht. Sollte eine Empfehlung für die Gemeinschaftsschule ausgesprochen werden, so halten wir es für erforderlich, dass ein vertiefendes (ergebnisoffenes!) Beratungsgespräch mit Herrn Girke geführt wird.

Die endgültige Entscheidung zum Übergang auf die weiterführende Schule liegt bei den Eltern.

 

Informationsveranstaltungen

Neben Erkundigungen, die die Kinder und ihre Eltern sicherlich einholen werden, können möglicherweise auch die so genannten „Informationsveranstaltungen“ der weiterführenden Schulen einen guten Einblick in das jeweilige Schulleben geben und Qualitätsmerkmale bezüglich ihrer pädagogischen, inhaltlichen und organisatorischen Ausrichtung liefern. Die aktuellen Veranstaltungstermine des WHG erfahren Sie hier.

 

 

 

Anmeldung am WHG

Alle relevanten Hinweise zur Anmeldung der neuen FünftklässlerInnen am WHG finden Sie hier.

 

Aufgaben der Orientierungsstufe

Die Lehrkräfte am WHG haben es sich u.a. zum Ziel gesetzt,…

… ihre SchülerInnen in die inhaltlichen und methodischen Anforderungen des Gymnasiums einzuführen;

… die Fähigkeiten und Neigungen der SchülerInnen zu wecken und zu fördern, um somit den Grundstein für eine positive Schulentwicklung zu legen;

…insgesamt also einen erfolgreichen und möglichst auch lustvollen Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu gewährleisten.

 

Am WHG wird dies auch durch folgende, den Unterricht begleitende Maßnahmen und Aktivitäten umgesetzt:

* intensive Betreuung in der Übergangsphase von der Grundschule ins Gymnasium

* Vermittlung bzw. Vertiefung von wichtigen Lern- und Arbeitstechniken

* umfangreiche Förderarbeit: Wir wollen möglichst alle mitnehmen!

* verschiedene Angebote im Rahmen der Begabtenförderung: Früh übt sich!

* zahlreiche außerunterrichtliche Angebote (Arbeitsgemeinschaften u.a.)

* ausführliche Beratungsarbeit

 

 

Beginn der Übergangsphase

* Versendung eines umfangreichen Informationsbriefes an die Familien unserer neuen FünftklässlerInnen in den Sommerferien (einschl. Stundenplan, Klassenliste, Materialienliste der Fächer, erste Organisations- und Lerntipps usw.)

* erste Klassenaktivitäten am Einschulungstag

* „Tag der Klassenleitung“ am 2. Schultag: Organisation des Alltagsbetriebes; mögliche Gefahren des Schulweges (mit gemeinsamem Gang um das Schulgelände); gegenseitiges Kennenlernen; erste Aktionen zur Gestaltung der Klassengemeinschhaft usw.

* „Tage der 5. Klassen“ in der 2. Schulwoche: „Klassentag“ am Donnerstag in der 2. Schulwoche (Klassenraumgestaltung, Klassen-ABC, Stadtrallye mit Verkehrserziehung etc.); „Fest der 5. Klassen“ am Freitag in der 2. Schulwoche (Orientierungsrallye in der Schule, Denksport-Aufgaben, Sportspiele; danach: gemeinsames Grillen mit Eltern und Klassenleitungen)

* verschiedene Aktivitäten mit den Klassenpaten in den ersten Tagen und Wochen des Schuljahres

 

Fördermaßnahmen in der Übergangsphase

In der Orientierungsstufe werden Fördermaßnahmen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik angeboten. Mit dem Förderunterricht sollen vorübergehende Lücken im Kenntnisstand von einzelnen SchülerInnen geschlossen werden.
Eine Teilnahme am Förderunterricht sollte nur in einem zeitlich begrenzten Umfang erfolgen, - der Förderunterricht sollte also nicht die Funktion von dauerhaften Nachhilfestunden erhalten.

Auf Initiative des WHG treffen sich Vertreter der umliegenden Grundschulen regelmäßig zu Gesprächsrunden im WHG, um den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Momentan kommt es in diesem Kontext einerseits zu gegenseitigen Hospitationen, während andererseits eine Arbeitsgruppe von Grundschul- und WHG-Lehrkräften bereits ein „Übergangs-Curriculum der Klassenstufen 4 und 5“ im Fach Deutsch (hier: Rechtschreibung und Grammatik) erstellt hat. Die Mathematik-Fachschaften wollen nachziehen.

 

Vermittlung bzw. Vertiefung von wichtigen Lern- und Arbeitstechniken

Seit einigen Jahren haben wir in der Orientierungsstufe mit großem Erfolg das Fach „Lernen lernen“ eingeführt, das den SchülerInnen einige zentrale Kompetenzen vermitteln soll. Einige Themen aus dem Bereich der 5. Klassenstufe können einen kleinen Einblick in die Unterrichtsinhalte geben:

 

Hausaufgaben-, Lern- & Zeit-Management

* Vom sinnvollen Umgang mit den Hausaufgaben

* Wochenplanarbeit

* Die Vorbereitung von Klassenarbeiten planen

* Einrichten des Arbeitsplatzes zu Hause

 

An Aufgabenstellungen nicht vorbeischreiben

* Vom richtigen Umgang mit Aufgabenstellungen

 

Texte lesen und deren Inhalte systematisch erschließen

* (Vor)-Übungen zum konzentrierten Lesen

* Textinhalte systematisch erschließen

* Vorübung: Schlüsselwörter erkennen & markieren

* Fünf Schritte zum erfolgreichen Textverständnis

* Weitere Möglichkeit, Textinhalte etc. zusammenzufassen: die Mind-Map

 

Lerntypentest: Welcher ‚Grundlerntyp’ bin ich?

* Lerntypentest

* Lerntypentest-Aufarbeitungen

 

Lernen mit System

* Lernregeln erschließen

* Arbeiten mit der Lernkartei

* Wir bauen eine Lernkartei (Arbeitsanleitung)

* Tipps für das Arbeiten mit der Wissenskartei (verschiedene Fächer)

 

Konzentration im Klassenverband

* Interaktionsübungen

 

Informationstechnische Grundlagen

* Informationen aus dem Internet: Zum Umgang mit den Suchmaschinen

* Texte schreiben, gestalten und präsentieren mit „Writer“ und „Impress“

 

 

 

Beratungsarbeit

Vor dem Übergang in die Orientierungsstufe - und natürlich auch während der zwei Jahre - finden verschiedene Veranstaltungen und Elternabende zur Informationsvermittlung statt.

Kontinuierliche klasseninterne Beratungsgespräche der beteiligten Lehrkräfte bilden die Grundlage für fundierte Aussagen zu Verhalten und Leistungen der SchülerInnen und sind daher in der Orientierungsstufe besonders wichtig. Auch mit den Grundschulen bestehen enge Kontakte; so werden u.a. Informationen über die neu aufgenommenen SchülerInnen ausgetauscht, um sicherzustellen, dass ein möglichst reibungsloser Übergang in unsere Schule erfolgen kann.

Diese Aktivitäten bilden in ihrer Gesamtheit die Grundlage für die Gespräche, die die Klassenleitungen und die Fachlehrkräfte bei Bedarf mit den Eltern führen und die an unserer Schule traditionsgemäß einen sehr hohen Stellenwert haben.

 

Wie Eltern ihre Kinder in der Übergangsphase unterstützen können

Der Acht-Punkte-Plan für zu Hause

1.    Setzen Sie passende Rahmenbedingungen, indem Sie für eine störungsfreie Arbeitsatmosphäre und einen Arbeitsplatz ohne Ablenkung (auch keine Musik etc.) sorgen!

2.    Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Kind das Hausaufgabenheft sauber führt (leserliche Schrift, keine Abkürzungen) und die geforderten Aufgabenstellungen immer in die Spalte des Wochentages einträgt, an dem es diese in der Schule präsentieren soll (Hausaufgabe zu ...).

3. Haben Sie bitte ein Auge darauf, dass Ihr Kind von einem gemeinsam vereinbarten Anfangszeitpunkt ab wirklich täglich eine Stunde (60 Minuten) in Hausaufgaben und Wiederholung investiert.

4.    Wiederholen Sie in einem Fach (zuerst möglichst in der Fremdsprache mit Vokabel-Lernkarteikasten) konsequent täglich ca. 10-15 Minuten den behandelten Stoff mit Ihrem Kind, damit es exemplarisch die Bedeutung des Wiederholens und die der notwendigen Disziplin beim Wiederholen begreift!

5.    Führen Sie mit Ihrem Kind (möglichst zu einem täglich festgelegten Zeitpunkt: etwa vor dem Abendbrot etc.) einen Schultaschen-Check durch: Zunächst wird alles aus dem Schulranzen herausgenommen, dann werden nach Stundenplan alle Materialien und Bücher eingepackt und schließlich anhand des Hausaufgabenheftes noch sichergestellt, dass alle Aufgaben erledigt und eingepackt sind: Jetzt kann der nächste Schultag kommen!

6. Gehen Sie mit Ihrem Kind einen Schülerkalender einkaufen: Nach und nach sollten hier die regelmäßigen Freizeittermine, die festen Arbeitszeiten für die Schule und weitere Schultermine (Klassenarbeiten etc.) eingetragen werden.

7.    Helfen Sie Ihrem Kind vor Klassenarbeiten oder längerfristigen Hausaufgaben bei der zeitlichen Planung der Arbeitsschritte (mehrere kleine Portionen statt Stress-Lernen am Tag davor)!

8.    Bekunden Sie Interesse und lassen Sie sich so oft wie möglich von Ihrem Kind erzählen und erklären, was es gerade in der Schule lernt!

 

Fremdsprachenwahl

Die 2. Fremdsprache wird am WHG bereits ab dem 6. Schuljahr eingeführt. Die Kinder (und ihre Eltern) haben dabei die Wahlmöglichkeit zwischen Französisch und Latein. Aus organisatorischen Gründen findet diese Wahl bereits vor der Einschulung statt.

Hinweise zu den beiden wählbaren Sprachen können Sie unserer Homepage entnehmen. Weitere Informationen erhalten Sie natürlich auch im Rahmen einer weiteren Aula-Veranstaltung, zu der Sie und Ihre Kinder schriftlich eingeladen werden.

 

Abschluss der Orientierungsstufe

Für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums ist nach der Orientierungsstufe ein Verbleiben am Gymnasium oder ein Wechsel in eine Gemeinschaftsschule möglich.

Ein Aufsteigen in die jeweilige 7. Klasse regelt dann die Versetzungsordnung (SchülerInnen und Eltern werden natürlich rechtzeitig und ausführlich informiert). Sollte vom Notenbild her ein Aufsteigen möglich, die Teilnehmer der Klassenkonferenz dann aber der Meinung sein, dass ein Wechsel in die Gemeinschaftsschule dem Kind besser täte, so erfolgt eine entsprechende Empfehlung mündlich und schriftlich.