Informatik

 

Das Schulfach Informatik ist wahrscheinlich das unbekannteste Fach an deutschen Schulen überhaupt. Und selbst wenn es dieses Fach auf den Stundenplan der Schulen schafft, so wird es doch von den meisten völlig falsch verstanden. Die meisten Menschen denken bei Informatik sofort an Computer, meinen aber vornehmlich den Umgang mit Computern und entsprechenden Programmen.

"In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope." (E. Dijkstra)

Ja, tatsächlich sind Computer nur reine Mittel zum Zweck und das Erlernen des Umgangs mit ihnen und verschiedener "Software" sind integrative Bestandteile der so genannten informationstechnischen Grundbildung (ITG), die in allen Schulfächern betrieben wird. Hierzu zählt zum Beispiel der Umgang mit einer Textverarbeitung, einer Tabellenkalkulation, einem Grafikprogramm und die Recherche über das Internet.


Was aber ist dann Informatik?

Im Schulfach Informatik steht das logische Denken im Vordergrund. Prozesse, Systeme und spezifische Problemstellungen müssen analysiert und ausgewertet werden. Es geht um Algorithmen und Verfahren zur Beschreibung von Problemlösungen. Das können ganz einfache Algorithmen zur Sortierung von Zahlen oder komplexe Algorithmen zur Findung des besten Weges (z.B. bei einem Navigationssystem) sein. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, die Alltagswelt strukturiert zu erfassen und deren Problemstellungen für den Computer (als Hilfsmittel) verständlich zu machen.

Informatik ist überall

Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass wir im täglichen Leben rund um die Uhr mit Informatik konfrontiert werden. Wir lassen uns von einem elektronisch gesteuerten Digitalwecker wecken, fahren mit dem von einem elektronisch geregelten Motor angetriebenen Auto zur Arbeit, schreiben mit dem Computer unsere E-Mails und bestellen noch schnell beim Internet-Versandhaus eine elektronisch geregelte Waschmaschine, die dann von einem Logistikunternehmen vollkommen digital überwacht zu uns verschickt wird. Hieran erkennt man auch die Existenzberechtigung des Faches, zumal eine informatische Kernqualifikation - das logische Denken - auch in anderen Schulfächern durchaus nützlich ist.

Informatik am WHG

Am WHG wird Informatik als integrativer Bestandteil des MINT-Unterrichts (also das "I" in MINT) ab der Klassenstufe 9 unterrichtet. Als eigentliches Unterrichtsfach kommt Informatik in der 11. Klassenstufe in den Stundenplan der Klassen. Hier finden sich dann zum Beispiel folgende Themen:

- Aufbau und Arbeitsweise von Computern und Peripheriegeräten
- Was sind Algorithmen? Vom Backrezept zum Computerprogramm
- Grundlegende Datentypen und Datenstrukturen
- Grundlegende Anweisungen - Verzweigungen und Schleifen
- Simulation und Modellbildung
- Sortieralgorithmen
- Verschlüsselungsalgorithmen
- Datenkomprimierung
- Arbeit mit großen Datenmengen - Datenbanken
- Einführung in höhere Programmiersprachen
- Messen, Steuern, Regeln - Robotik und Programmierung von Microcontrollern


Im weiteren Informatikunterricht können auch Schülerprojekte umgesetzt werden. Ebenso gibt es in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste einen Projektkurs im 13. Jahrgang, der ein so genanntes "Crazy Car" baut.

Interessante Links:

http://www.swisseduc.ch/informatik/
http://www.educ.ethz.ch/unt/um/inf
http://www.tinohempel.de/info.htm
http://www.martinjakobs.de/
http://www.pohlig.de/  (Unterabteilung Informatikunterricht)