Religion

 

Religionsunterricht am WHG

Der Religionsunterricht ist evangelisch

Religionsunterricht wird am Werner-Heisenberg-Gymnasium grundsätzlich als evangelischer Religionsunterricht und im Klassenverband erteilt. Es sind aber nicht nur die konfessionell gebundenen Schüler, also die evangelischen  Schüler und Schülerinnen dazu eingeladen, sondern alle, unabhängig von ihrer eigenen Glaubensüberzeugung und Religionszugehörigkeit.

Für die katholischen Schüler und Schülerinnen gibt es klassenübergreifenden katholischen Religionsunterricht.

In der Oberstufe steht neben den Religionsunterricht auch Philosophie zur Wahl und wird deshalb in Kursen unterrichtet. Beide Fächer gehören mit Erdkunde, Geschichte und Wipo zu den Gesellschaftswissenschaften. Je nach Profil kann Religion im 13. Jahrgang auch als Abiturprüfungsfach gewählt werden.

 

Die Themen im Religionsunterricht

Der Lehrplan evangelische Religion sieht für die Sekundarstufe I sechs Themenbereiche vor, in denen deutlich wird, dass religiöse, persönliche und soziale Fragen eng miteinander verbunden sind:

                1. Der Einzelne und die Gemeinschaft

                2. Unsere Welt - unsere Umwelt

                3. Die Frage nach Gott

                4. Die Frage nach der Religion und den Religionen    

                5. Anders leben - anders glauben

                6. Auf dem Weg in die Zukunft

 

Ziel und Aufgabe des Religionsunterrichts

Der Religionsunterricht möchte die Schülern und Schülerinnen in einer wichtigen Phase der Persönlichkeitsentwicklung begleiten, indem er die Möglichkeit bietet, nach Orientierung zu suchen und die Frage nach dem Sinn zu stellen. Die Auseinandersetzung mit den Erfahrungen und Inhalten insbesondere der christlichen Überlieferung soll ihnen helfen, sich selbst und andere zu verstehen. Im Religionsunterricht lernen die Kinder und Jugendlichen  verschiedene religiöse und ethische Positionen kennen. Das soll sie befähigen, mit Menschen, die eine andere Weltanschauung oder eine fremde Glaubensüberzeugung vertreten,  in einen Dialog zu treten und dabei eine tolerante und respektvolle Haltung zu entwickeln.

Grundlegende Kenntnisse über die Bibel und das Christentum gehören in Europa zur kulturellen Identität und sind damit ein Stück Allgemeinbildung. Dies wird z.B. deutlich, wenn die Schüler und Schülerinnen die Bedeutung christlicher Feiertage oder berühmte Personen der Kirchengeschichte kennen lernen.

 

Methoden im Religionsunterricht

Da Religion tief im Leben der Menschen verankert ist , benutzen wir viele Methoden, die die Lebenspraxis der Gläubigen widerspiegeln und verschiedene Sinne ansprechen. Religion drückt sich in Geschichten, Ritualen, Bildern, Liedern und sogar Rezepten aus. Neben Texten und Gesprächen gehören auch immer wieder Rollenspiele, Gruppenarbeit und Stationenlernen zu den Methoden des Religionsunterrichts, so dass der Unterricht oft kreativ und interessant gestaltet werden kann.

Im Rahmen der Aktionswoche beteiligt sich Religion mit dem Projekt “Jerusalem” für die siebten Klassen.

Anhang 1: Links für Interessierte:

 

                www.evangelisch.de

                www.EKD.de

                www.EZW.de

                www.theologiestudieren.de

 

Anhang 2: Beispiele für Schülerbeiträge

a) Thema: Franz von Assisi, Klasse 7

 

Aufgabe: Schreibe eine Rede, die Du vor der Schulkonferenz halten kannst! Fordere darin die Umbenennung unserer Schule in Franziskus-Gymnasium!

 

Lösung 1.

 

Ich möchte vorschlagen, unser Gymnasium in Franziskus-Gymnasium umzubenennen, weil ich es sinnvoll finde, durch diese Namensgebung an Franz von Assisi zu erinnern. Dieser Franziskanermönch hat gezeigt, wie man nur mit Spenden, Geschenken und auch ohne Geld ein erfülltes Leben führen kann, wenn man allein auf Gottes Worte vertraut. Franziskus war ein sehr guter Mensch und wenn wir alle so miteinander umgehen, wie er es mit seinen Mitmenschen gemacht hat, so kann unsere Schule für uns und unsere Stadt wertvoll werden. Wir brauchen z.B. keine Angst davor zu haben, dass wir beklaut werden oder dass jemand neidisch auf unsere Schule wird, weil Franziskus uns gezeigt hat, wie uns die Angst genommen werden kann.

Franziskus war auch ziemlich mutig und somit ein gutes Vorbild für unsere Schüler. Diese sollen genauso mutig sein, wenn sie z.B. einen Vortrag halten müssen oder einfach nur ihre Hausaufgaben vorlesen müssen.

Außerdem war Franziskus ein großer Friedensstifter, der in den Menschen immer das Gute sah. Er glaubte, dass sich die Menschen ändern können. Darum war Franziskus auch immer darum bemüht, alle Leute dazu zu bringen, zu guten Menschen zu werden. Franz von Assisi war sehr durchsetzungsfähig und genauso soll unsere Schule auch werden. Die Schüler wie die Lehrer sollen sich durchsetzten können, dabei aber nicht die Rechte des Anderen verletzen. Die Schüler sollen z.B. die Möglichkeit haben, ihre Meinung gegen die Lehrer durchzusetzen, wenn sie selber Recht haben und dies gut begründen können. Aber auch die Lehrer müssen sich gegen die Schüler durchsetzen können, wenn diese mal zu laut oder frech sind.

Franziskus war auch ein gutes Vorbild, weil er ein Umweltschützer war und den Tieren geholfen und sich um sie gekümmert hat. Er wusste, dass alle Tiere und Pflanzen Gottes Geschöpfe sind und geschützt werden müssen. Ihm zu Ehren wurde der 4. Oktober zum Welttierschutztag ernannt.

 

 

Lösung 2:

Sehr geehrte Elternvertreter, Lehrer und Lehrerinnen, natürlich sehr geehrter Herr Direktor!

Wir sind heute hier zusammen gekommen, um über einen Namen für unsere schöne Schule zu beraten. Viele Vorschläge sind gemacht worden. Der zuständige Ausschuss unter meiner Leitung hat sich auf einen Namen geeinigt. Ich möchte den Vorschlag hier vorstellen: Die Schule soll den Namen Franz von Assisi  erhalten.

Wir möchten unsere Schule so nennen, weil wir finden, dass so ein mutiger, gläubiger Mensch nicht vergessen werden darf.

Hier eine kurze Beschreibung seines Lebens: Franz von Assisi wurde 1182 als Sohn eines reichen Tuchhändlers geboren. In den ersten Jahren führte er ein reiches. Verschwenderisches Leben. Mit 25 Jahren änderte sich seine Lebensform durch ein besonderes Ereignis. Vor einem Kreus in der Kirche San Damiano hörte er Gottes Stimme, er sprach: ”Baue mein Haus wieder auf, das einzustürzen droht!” Franziskus nahm diesen Auftrag ernst und erneuerte die Kirche. Er wurde immer gläubiger und bekam eine andere Lebenseinstellung. Sein neues Lebensmotto hieß nun: “Umsonst habt ihr alles bekommen, umsonst sollst du es weitergeben.”

Er unterstützte die Armen und Aussätzigen. Er gab seinen ganzen Besitz an seinen Vater zurück und fing an, in Armut zu leben. Den Rest seines Lebens verbrachte er als Mönch, Prediger und Retter von Mensch und Tier. Der Franziskanerorden wurde von ihm gegründet. Erstarb am 3.11.1226.

 

Franz von Assisi sollte ein Vorbild für uns sein. Er gab seinen Besitz zurück, um in Armut zu leben und Mensch und Tiere zu beschützen und zu achten. Er lebte für ein friedliches Zusammenleben. Er glaubte fest an Gott und lebt nach der Bibel. Jesus war sein Vorbild. Alles in allem ist Franziskus ein würdiger, hoch angesehener Mensch, auch ohne Besitz.

Es wäre eine Ehre für unsere Schule, seinen Namen tragen zu dürfen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit…